feuchteschimmel24

Fachkraft für Sanierung von Feuchteschäden und Schimmel / Sachverständiger für Feuchteschutz (ÖZ)


Untersuchen, Bewerten, Sanieren

Feuchtigkeit und Schimmel verursachen mehr als zwei Drittel aller Bauschäden in Deutschland. Daher sind Fachleute mit speziellen Kenntnissen bei der Lösung dieser Problemstellungen immer stärker gefragt.

Dieser Fernlehrgang qualifiziert Sie, Aufgabenstellungen im Feuchteschutz sowie die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen umfassend betreuen zu können. Zudem sensibilisiert Sie das erlernte Fachwissen, Gefahrenquellen für potenzielle Feuchtigkeits- und Schimmelpilzschäden bei vielfältigen Bau- oder Ingenieurleistungen zu berücksichtigen und zu minimieren. Der Lehrgang richtet sich in erster Linie an Handwerker des Bau- und Ausbaugewerbes, an Architekten und Ingenieure sowie Techniker im Bauwesen.

Die Lehrgangsskripte und Workshops werden – neben den Experten des Öko-Zentrums NRW – von ausgesuchten Fachleuten aus dem gesamten Bundesgebiet erstellt und durchgeführt.

Die Lehrgangsdauer beträgt ca. sechs Monate. Für die Durcharbeitung der Begleitskripte müssen die Teilnehmer wöchentlich etwa fünf Stunden einplanen – abhängig von den mitgebrachten Vorkenntnissen. Hinzu kommen, je nach angestrebtem Abschluss, vier bzw. fünf zwei- bis dreitägige Workshops, die im Abstand von drei bis fünf Wochen stattfinden. Zusätzlich können Sie an den Online-Seminar-Angeboten des Öko-Zentrums NRW teilnehmen und das Gelernte vertiefen.

Der Lehrgang „feuchteschimmel24“ ist durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) in Köln geprüft und zugelassen.

Anmeldung


  Modul A: „Fachkraft für Sanierung von Feuchteschäden und Schimmel“

Inhalte

Die vier zwei- bzw. dreitägigen Workshops dienen dazu, die Inhalte der einzelnen Lehrabschnitte zu vertiefen und die erworbenen Kenntnisse anhand von Praxisbeispielen anzuwenden. Im persönlichen Kontakt zu den Referenten und anderen Lehrgangsteilnehmern können die Inhalte erörtert und offene Fragen geklärt werden. Außerdem bietet sich hier die Gelegenheit, eigene Wünsche und Anregungen einzubringen.

Nach dem vierten Workshop erfolgt die Abschlussprüfung zum Modul A: Jeder Teilnehmer erstellt dazu eine Projektarbeit, zu deren Inhalt das Prüfungsgespräch vor dem Ausschuss der jeweiligen Handwerkskammer gehört. Hinzu kommt eine schriftliche Prüfung in Form eines Multiple-Choice-Tests zu den theoretischen Inhalten der Lerneinheiten. Mit dem erfolgreichen Abschluss erhalten die Lehrgangsteilnehmer den geschützten und staatlich anerkannten Titel „Fachkraft für Sanierung von Feuchteschäden und Schimmel“ des Öko-Zentrums NRW und der jeweiligen Handwerkskammer. Zugleich erhalten sie das Recht, mit dem dazugehörigen Logo ihre Qualifikation wirksam zu bewerben.

Die Teilnahme an den Workshops ist zum Ablegen der Prüfung zum Modul A verpflichtend. In Ausnahmefällen können einzelne Workshops nachgeholt werden.

Lerneinheit 1 – bauphysikalische Grundlagen

Im ersten Teil des Lehrgangs werden die Grundlagen des Feuchteschutzes behandelt. Vermittelt wird ein umfangreiches Basiswissen, welches die Voraussetzung dafür ist, Feuchteschäden und deren bauphysikalische Zusammenhänge aus einer ganzheitlichen Sicht bewerten zu können.

Schwerpunkte des Workshops:

- Querschnitt Feuchteschutz
- Feuchte Luft / Raumklima
- Oberflächentemperaturen
- Lüftung und Luftdichtheit
- Wärmebrücken

Lerneinheit 2 – Schadensdiagnostik und Sanierungskonzepte

Die zweite Lerneinheit behandelt die Analyse von Bauschäden sowie die Erarbeitung von Sanierungskonzepten. Neben dem richtigen Vorgehen im Bereich Baustofffeuchte und Feuchtetransport stehen auch die schadensspezifische Messtechnik sowie die Themen Innendämmung und Salzbelastungen im Vordergrund.

Schwerpunkte des Workshops:

- Baustofffeuchte und Feuchtetransport
- Messtechnik
- Bauwerksdiagnostik und Dokumentation
- Feuchte- und salzbelastetes Mauerwerk
- Innendämmung

Lerneinheit 3 – Schimmelpilzsanierung

Im Mittelpunkt der dritten Lerneinheit stehen das Erkennen und Beseitigen von Schimmelpilzbefall als Folge von Feuchteschäden. Es werden Verfahren zur Bewertung und Untersuchung des Befalls sowie die sichere Vorgehensweise bei der Sanierungsplanung, Bauausführung und Qualitätssicherung von Sanierungsmaßnahmen vermittelt.

Schwerpunkte des Workshops:

- Mikrobiologische Grundlagen
- Gesundheitliche Auswirkungen von Schimmelpilzen
- Probenahmeverfahren
- Schadensanalyse und Sanierungskonzepte
- Arbeitsschutz

Lerneinheit 4 – Sachgebiete des Feuchteschutzes

In der vierten Lerneinheit werden bauteilbezogene Feuchteschäden sowie deren Ursachen und mögliche Sanierungsmaßnahmen behandelt. Neben dem erforderlichen Grundwissen geht es insbesondere um eine kompetente Sanierungsplanung, Bauausführung und Qualitätssicherung bei der Sanierung von Feuchteschäden.

Schwerpunkte des Workshops:

- Abdichtung von Bauteilen gegen Erdreich
- Flach- und Steildächer
- Schlagregen- und Fassadenschutz
- Vorbeugender und bekämpfender Holzschutz
- Holzschädigende Organismen



  Modul B: „Sachverständiger für Feuchteschutz (Öko-Zentrum NRW)“

Inhalte

Wer Modul A mit mindestens befriedigender Note absolviert hat, kann sich mit dem weiterführenden Modul B zur/zum „Sachverständigen für Feuchteschutz (Öko-Zentrum NRW)“ qualifizieren. Dazu ist die Teilnahme am fünften Workshop des Lehrgangs erforderlich, in dem es insbesondere um rechtliche Grundlagen und das Erstellen von Gutachten geht.

Im Anschluss an diesen Workshop erarbeiten die Teilnehmer ein Beleggutachten zu einem realen Schadensfall, welches innerhalb von neun Monaten einzureichen ist. Nach einer positiven Bewertung des Beleggutachtens durch das Öko-Zentrum NRW sowie durch externe Fachleute erhalten die Absolventen ein Zertifikat mit dem Titel „Sachverständige(r) für Feuchteschutz (Öko-Zentrum NRW)“. Das individuelle Logo mit Prüfnummer zum Titel unterstreicht die erworbene Zusatzqualifikation der Absolventen.

Die Teilnahme am Workshop ist zum Ablegen der Prüfung zum Modul B verpflichtend.

Lerneinheit 5 – Rechtsgrundlagen und Gutachtenerstellung

In der fünften Lerneinheit beschäftigen sich die Teilnehmer intensiv mit der Erstellung von Gutachten und den juristischen Belangen, die sich bei der Sanierung von Feuchte- und Schimmelpilzschäden ergeben. Dabei geht es um das methodisch sinnvolle Vorgehen bei der Untersuchung von Objekten, die Protokollierung der Untersuchungen und die Erstellung von Gutachten.
Der Schwerpunkt dieser Lerneinheit soll dabei ausdrücklich nicht auf Gerichtsgutachten liegen, sondern auf solchen, die als fachliche Stellungnahmen oder Sanierungskonzepte erstellt werden.

Schwerpunkte des Workshops:

- Rechtsgrundlagen
- Durchführung von Ortsterminen
- Untersuchungsmethodik und Dokumentation
- Erstellung von Gutachten
- Praktische Übungen